Ich verändere deine Denkweise.
Wir wachsen auf. Und das was wir lernen, wie die Welt ist, wird zu unserer Wahrheit. Diese wiederum bestimmt unser Denken über die Welt. Natürlich ist es auch logisch, dass wir auch die Denkweise unserer Eltern übernehmen. Immer wieder schießen uns Gedanken in den Kopf, die wir von unseren Eltern angenommen haben. Es war ihre Denkweise, die uns geformt und geprägt hat.
Darunter finden wir nicht nur Denkweisen, die uns gute Dinge beigebracht haben, sondern auch jene, die schon unsere Eltern dazu gebracht haben, nicht besonders gut über sich selbst zu denken. Alles wird mit sich selbst ausgemacht. Eine Denkweise, die viele Eltern angenommen und ihren Kindern mehr als nur einmal etwas vorgespielt haben. Zum Schutz, vielleicht meinten sie es auch nur gut und hatten wirklich gute Absichten. Dennoch steckt in dieser Denkweise, sich nicht mitzuteilen und nicht über sich zu reden. Das hat viele Gedanken in der Folge-Generation ausgelöst. Die einen haben dadurch angefangen an sich zu arbeiten und andere haben soweit gedacht, dass sie Dinge erfunden haben, die das Problem vermeiden sollten.
Seitdem kommunizieren sie bedürfnisorientiert oder gewaltfrei. Hinter diesen Verhaltensweisen steckt also ein Denken, dass sich aus einer bestimmten Situation heraus entwickelt hat. Doch muss man sich fragen, ob der Ursprung dieser Gedanken auch zu einem ganz anderen Ergebnis hätte führen können.
Was ist, wenn unser Denken sich eigentlich immer wieder verändern müsste, damit es zu den neuen Erfahrungen, die wir machen auch passen kann. Stellen wir uns einmal vor, dass wir in einer Beziehung gelebt haben, die wirklich furchtbar war. Sehen wir jetzt jede weitere Beziehung ebenfalls als furchtbar an oder sollten wir im Stande sein, die neue Beziehung auch neu zu bewerten?
Das ist natürlich nicht so einfach. Dagegen könnte eine Denkweise helfen. Ich kann von Menschen und deren Erfahrungen lernen, muss aber wissen, warum sie zu solch einem Verhalten gekommen sind. Und dafür muss ich wissen, was sie wirklich denken. Viele Konflikte die wir erlebt haben, wären halb so schlimm, wenn wir wirklich gewusst hätten, was unser Gegenüber denkt. Ein Streit wäre nur das Ergebnis, weil man zu müde ist und man kann sich nicht mehr richtig zu hören, weil man erschöpft ist. Doch die Welt ohne unsere Gedanken sieht anders aus. Warum streiten wir immer? Sollten wir die Beziehung beenden? Warum kannst du mir nicht einmal zu hören? Ich glaube er hat eine Affäre.
All diese Denkweisen bestehen, weil uns die Information fehlt, was unser Gegenüber wirklich dabei gedacht hat. Und auf einmal denken wir für andere. Die Ergebnisse sind häufig mehr als furchtbar. Er mag mich nicht. Sie liebt mich nicht. Alle Gedanken führen zur Selbstabwertung. Und auf einmal leben wir anderen vor, dass man uns auch so behandelt kann. Denn in unserem Verhalten steckt unser Denken, dass wir es nicht wert sind, besser behandelt zu werden.
Egal, was man diesen Menschen jetzt sagt. Du bist ein toller Mensch. Kein Lob oder positives Gerede besitzt die Kraft unser negatives Denken zu verhindern. Das einzige was hilft, ist der Denkweise auf den Grund zu gehen. Erklär mir doch warum du so denkst.
Mit dem Gespräch über die Ursachen entstehen unglaublich viele Lücken, die wir nicht beantwortet bekommen haben. Und diese Unruhe zerfrisst unsere Gedanken. Wir stehen nicht für uns ein, aber geben unserem Gegenüber eine übergeordnete Position.
Und mit dieser Denkweise beginnen wir eine Beziehung mit unseren Hunden. Unwissend und ohne Vorkenntnisse. Das Einzige, was dort vorhanden ist, ist unsere Denkweise über uns selbst. Sie bestimmt, wie du mit deinem Hund umgehen wirst. Und genau dort wiederholen wir die Fehler.
Denn auch unsere Eltern machten vieles mit sich selbst aus und haben angenommen, zu wissen was richtig und was falsch sei, ohne mit uns zu reden. Wir haben uns nicht gesehen und nicht ernstgenommen gefühlt. Noch viel schlimmer ist die Unruhe in unserem Kopf, weil wir nicht wussten, worum es eigentlich geht und was wirklich los war. Und dieses Gefühl erzeugen wir erneut in unseren Hunden.
Nun nimmt der Hund eine Denkweise an, in der er die Welt nicht versteht. Er weiß nichts von unseren Beweggründen. Warum geben wir ihm ein Leckerli und warum trainieren wir ihn. Ich glaube eine Vielzahl von Menschen würde sagen, weil man das eben so macht. Sie denken nicht mehr nach, sie handeln aufgrund ihrer festgefahrenen Denkweise. Und das machen Hunde auch. Sie nehmen an, dass sie auf sich allein gestellt sind oder entwickeln ein Verständnis auf sich selbst, dass ihnen nie etwas passieren kann. Es reicht von Ängstlichkeit bis zur Selbstüberschätzung. Einfach weil sie es denken und niemand ihr Denken ändert.
Durch Kommunikation, also durch ein Gespräch lassen sich solche Denkweisen verändern. Diese Denkweisen verändern dein Verhalten. Dein neues Verhalten wiederum wirkt sich auf dein Umfeld aus und verändert auch deren Denkweisen. Nicht immer und nicht bei allen. Manche wollen nicht nachdenken.
Und genau deswegen funktioniert meine Arbeit und sie funktioniert eben auch genau deswegen nicht.
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